Erhöhtes Risiko für Darmkrebs: Alkoholbedingte Fettleber

Für die Darmkrebsentstehung ist neben bekannten Risikofaktoren auch regelmäßiger Alkoholkonsum verantwortlich. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist auch die Verfettung der Leber ein Risikofaktor. Die Autoren verglichen die Daten von 1,5 Millionen Personen mit einer Fettlebererkrankung mit den Daten von knapp 5 Millionen ohne Lebererkrankung. Patienten mit alkoholisch bedingter Fettleber hatten demnach das höchste Risiko, innerhalb von 5-10 Jahren an Darmkrebs zu erkranken. Das Darmkrebsrisiko war nicht nur gegenüber der Vergleichsgruppe ohne Lebererkrankung signifikant erhöht, sondern auch gegenüber Personen mit metabolisch bedingter Fettleber. Andere Einflüsse auf das Darmkrebsrisiko wie Alter, Geschlecht, Rauchen wurden bei der Analyse berücksichtigt. Fazit: Die Studie zeigt, dass Fettlebererkrankungen zwar ganz allgemein das Darmkrebsrisiko erhöhen, aber hinsichtlich ihrer Ursache durchaus unterschiedlichen Einfluss auf die Höhe dieses Risikos haben. Das größte Risiko bestehe demnach bei einer alkoholbedingten Fettlebererkrankung. Aufklärung darüber ist also wichtig und notwendig. Das deckt sich mit den grundsätzlichen Zielen der Stiftung. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke