Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



LebensBlicke gratuliert dem Krebsregister Rheinland Pfalz

2026 feiert das Krebsregister Rheinland‑Pfalz sein zehnjähriges Bestehen als integriertes klinisch‑epidemiologisches Krebsregister. Seit der offiziellen Aufnahme der Arbeit im Jahr 2016 – basierend auf dem neuen Landeskrebsregistergesetz – wurden die zuvor bestehenden epidemiologischen Strukturen konsequent weiterentwickelt. Heute bildet das Register im Institut für digitale Gesundheitsdaten eine unverzichtbare Grundlage für qualitätsgesicherte Auswertungen, Versorgungsforschung und wissenschaftliche Analysen sowie für die kontinuierliche Verbesserung der onkologischen Versorgung. Professor Michael Jung, Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung LebensBlicke, würdigte bei der Jubiläumsfeier am 04.02.2026 in Mainz die herausragende Arbeit aller Beteiligten im Krebsregister Rheinland-Pfalz: „Ein starkes Krebsregister ist ein zentraler Baustein für Prävention, Früherkennung und eine bessere Versorgung.“
Im Bild v.l.n.r.: Prof. Michael Jung, Frau Prof. Sylke Zeißig (Leitung des Regionalzentrums Würzburg des Bayerischen Krebsregisters) und Prof. Ralf Kießlich (Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz).

Weltkrebstag: Deutsches Ärzteblatt – Krebs auf dem Rückzug!

Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar macht die Stiftung LebensBlicke auf die positive Entwicklung der Krebsstatistik in Deutschland aufmerksam. Das Deutsche Ärzteblatt vom 23. Januar 2026 nimmt Bezug auf die 15. Ausgabe „Krebs in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts, in der ein deutlicher Rückgang sowohl der Neuerkrankungs- als auch der Sterberaten bei Frauen und Männern dokumentiert wird: Zwischen 1999 und 2023 sanken die Sterberaten um 31 % bei Männern und um 21 % bei Frauen. Die häufigsten Tumorarten sind bei Frauen Brustdrüsen-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Lungen- und Darmkrebs. Etwa 63 % aller Krebserkrankungen haben eine unbekannte oder nicht beeinflussbare Ursache; 37 % lassen sich vermeidbaren oder beeinflussbaren Risikofaktoren zuordnen. In Deutschland leben derzeit rund 1,7 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung. Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, betont: „Die Fortschritte der vergangenen Jahre sind ermutigend, doch Prävention und Früherkennung bleiben zentrale Schlüssel, um Krebs weiter zurückzudrängen.“

STUHLGANG – Kunst im Wartezimmer

Kunst, die hinschauen lässt – dort, wo sonst geschwiegen wird – für Wartezimmer in: Gastroenterologie-Praxen, Endoskopie-Zentren oder MVZs mit Schwerpunkt Darm. „Stuhlgang“ ist eine künstlerische Arbeit über ein Thema, das medizinisch zentral und gesellschaftlich tabuisiert ist. Die Arbeiten nutzen Humor und Irritation, ohne zu provozieren oder zu belehren. Im Wartezimmer entstehen so Momente des Innehaltens – und oft Gespräche, die sonst nicht stattfinden. Sven Bleckmann, Freischaffender Künstler aus Heidelberg, Abgeschlossenes Kunststudium, Lehrbeauftragter an der Universität Heidelberg: „Durch einen meiner besten Schulfreunde, Dr. Helge Hill, Gastroenterologe, ist das Thema Darmkrebsvorsorge bzw. Darmspiegelung für mich (ü50) etwas völlig Normales innerhalb meiner Gesundheitsvorsorge geworden. Weiterlesen

Koloskopien und Stuhltests ausgeklügelt kombinieren!

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom DKFZ Heidelberg. Unter der Vorstellung, dass die Menschen zu 100 % die angebotenen Darmkrebs-Vorsorgemaßnahmen annehmen, haben sie drei Screeningmodelle analysiert: 1. einen immunologischen Stuhltest alle zwei Jahre zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr, 2. eine Koloskopie zum 50. und eine zum 60. Lebensjahr und 3. die Kombination: Koloskopie mit 50. und 60. Jahren und immunologischer Stuhltest alle zwei Jahre ab dem 70. Lebensjahr. Die Modellanalyse zeigt, dass die Kombinationsmethode aus Stuhltest und Koloskopie die Darmkrebsneufälle um 81 % und die Darmkrebstodesfälle um 89 % reduzieren könnte. Diese Daten sind besser als bei dem reinen Stuhltest. Hier liegt die Zahl der reduzierten Erkrankungsfälle bei 69 % und bei der Vorsorgekoloskopie bei 77 %. „Diese Modellanalyse zeigt, dass die Strategien sehr wirksam und effektiv sind und für die informierte Entscheidung enorm hilfreich. Die Kombination aus beiden scheint die allerbeste Form der Dickdarmkrebsvorsorge zu sein“, kommentiert Prof. Dr. Dieter Schilling vom Vorstand der Stiftung LebensBlicke. Sergeev D , Heisser T, Hoffmeister M, Brenner H Dtsch Arztebl Int 2026;123:40-5

DNA-Tests verbessern Abklärung bei erblichem Risiko

Erbliche Faktoren spielen bei fünf bis zehn Prozent der Darmkrebsspatienten eine bedeutende Rolle. Eine DNA-Analyse von Darmpolypen liefert wichtige ergänzende Informationen über die Entstehung der Polypen und von Darmkrebs. Eine Forschergruppe um Anna K. Sommer veröffentlichte dazu eine Studie in Gastroenterology. Hat ein Patient eine große Anzahl Darmpolypen, gilt das als deutlicher Risikofaktor für Darmkrebs. Diese Personen können sich einer genetischen Untersuchung mittels Blut-DNA-Analyse unterziehen. Eine genetische Ursache wird in ca. einem Viertel der Fälle identifiziert. Diese Patienten und auch die Mutationsträger unter ihren Verwandten haben Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Darmkrebs. Wenn ein Bluttest negativ ausfällt, ist die DNA-Analyse von Polypen der Weg, um diese genetischen Veranlagung zu erkennen. Geschwister von Menschen mit dieser Form der Veranlagung haben kein erhöhtes Risiko, ihre Nachkommen jedoch schon. Weiterlesen