Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Stiftung LebensBlicke beim O-Mamori Award in Berlin

Am 24.4. war die Stiftung LebensBlicke erstmals zu Gast beim O-Mamori Award in Berlin. Auch wenn die Stiftung LebensBlicke keinen Preis gewonnen hat, fühlten wir uns trotzdem geehrt, zu dieser beeindruckenden Veranstaltung eingeladen zu sein. Vielen Dank an unsere Regionalbeauftragte in Berlin Dr. Avira Raatz für die Vertretung vor Ort! Der 1. Preis in der Rubrik Kardiologie ging an die Initiative „cuddling creatures“. Das sind Kuschelmonster, die Schals mit integrierten Mini-Tonbändern tragen, auf die Eltern Gute-Nacht-Lieder o.ä. selbst aufspielen können. Den 2. Preis hat eine Initiative bekommen, die junge Menschen nach ICD-Implantation vernetzt. Den onkologischen Preis erhielt eine Initiative, die sich um Kinder onkologisch erkrankter Eltern kümmert und diesen eine „Auszeit vom Krebs“ beschert. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

Prävention gehört in das Grundgesetz!

Die Stiftung LebensBlicke unterstützt mit großem Nachdruck die Petition von Professor Dr. Ingo Froböse und Andrea Galle. Sie fordern die Verankerung eines Grundrechts auf Gesundheit im Grundgesetz, um Prävention, Aufklärung und Krankheitsvermeidung verbindlich zu stärken. Es sei nach wie vor ein Jammer, dass die Ausgaben für Präventionsleistungen der Krankenkassen im Verhältnis zu den Reparaturleistungen verschwindend gering sind. Das müsse sich ändern. Je mehr die Prävention ausgebaut werde, desto weniger Menschen werden von verhinderbaren Erkrankungen betroffen und umso geringer werden die Kosten im Gesundheitswesen sein. Das ist schon seit langem auch ein wichtiges Anliegen der Stiftung LebensBlicke, die sich seit über zwei Jahrzehnten für die Darmkrebsvorsorge einsetzt. „Das Grundrecht auf Prävention sollte jetzt unser aller Anliegen sein. Die Stiftung ruft daher auf, diese Petition mitzutragen. Nehmen Sie Ihr Petitionsrecht wahr und stimmen dieser überfälligen Forderung zu“, fordert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Weitere Informationen zur Petition finden Sie hier. Zur Abstimmung gelangen Sie hier.

Frühe Rezidive nach Darmkrebs-OP: erhöhte Sterblichkeit

Nach einer kurativen Darmkrebsoperation dachte man eigentlich, das Krankheitsproblem sei weitestgehend gelöst. Dem ist leider nicht so; denn frühe Rezidive können möglicherweise aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose mit sich bringen. Eine dänische Kohortenstudie von Nors J. et al. hat  den Zusammenhang zwischen Zeitpunkt des Rezidivs und anschließender Sterblichkeit untersucht. Eingeschlossen wurden mehr als 34.000 Patienten, die sich einer kurativen Operation des kolorektalen Karzinoms unterzogen hatten. Bei etwas mehr als 7.000 Patienten identifizierten die Wissenschaftler ein Rezidiv. Insgesamt starben 4.025 Patienten innerhalb von fünf Jahren nach dem Rezidiv. Dabei war in 80% der Fälle der Darmkrebs die Todesursache. Es zeigte sich, dass je früher das Rezidiv nach der Operation auftrat, desto höher war das Sterberisiko. Die Autoren resümieren, dass die frühe Identifikation von Rezidiv Tumoren in den ersten postoperativen Jahren von entscheidender Bedeutung ist. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke | Quelle: David Meier M. Sc 24.4.2026 Onkologie Journal (International Journal of Cancer, 2026; DOI: 10.1002/ijc.70375

Präventionsnachmittag am 6. Mai im EBZ in Ludwigshafen

Unter dem Motto „Gesundheit als konkrete Utopie“ findet am Mittwoch, 6. Mai 2026, von 17 bis 19.30 Uhr, ein Präventionsnachmittag im Ernst‑Bloch‑Zentrum in Ludwigshafen statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Stiftung LebensBlicke, dem Ernst‑Bloch‑Zentrum, der Bürgerstiftung Ludwigshafen und Rotary ausgerichtet. Prof. Dr. Matthias Mayer, Leiter des Ernst‑Bloch‑Archivs, eröffnet die Veranstaltung. Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner richtet im Anschluss sein Grußwort an die Gäste. Durch das Programm führt Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Das Programm bietet aktuelle Impulse aus Medizin, Prävention und Forschung, darunter Beiträge zu Mikrobiom, Künstlicher Intelligenz in der Endoskopie, Sport in der Krebsprävention, Burnout sowie neuen Impfempfehlungen der STIKO. Es referieren Prof. Dr. Tianzuo Zhan, Prof. Dr. Alexander Hann, Prof. Dr. Karen Steindorf, Dr. Susanne Glathe und Prof. Dr. Fred Zepp. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Prof. Klaus Blettner und wird im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs unterstützt. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung per E‑Mail an stiftung@lebensblicke.de. Bitte geben Sie dabei die Personenanzahl an.

Untersucherqualität entscheidend für Follow-up-Darmkrebs

Ein nach einer Vorsorgekoloskopie aufgetretener Darmkrebs geht überwiegend auf übersehene Vorläuferläsionen (Adenome) zurück. Die Nachsorgeempfehlungen in den Leitlinien vieler Nationen in Europa sehen nur die Histologie des Resektats für solche Empfehlungen vor. Niederländische Autoren haben nun untersucht, wie sich die Untersuchungsqualität auf Karzinome nach Koloskopie auswirkt. Dazu wurden die Daten von 164.928 Personen ausgewertet, davon gehörten 74.289 in die Gruppe der Hochrisiko-Polypen. Bei 202 Personen fand sich in der Nachkontrolle ein Intervallkarzinom. Überraschend war, dass es keine Korrelation zwischen Karzinom und Hochrisiko-Polypen, dafür aber für die Adenom-Detektionsrate und serratierte Läsionen proximal gab. Gerade in der Gruppe ohne bzw. Polypen mit Niedrigrisiko war die Adenom-Detektionsrate von Untersuchern mit hoher Detektionsrate im Vergleich zu solchen mit niedriger fast doppelt so hoch. „Diese Untersuchung weist einmal mehr darauf hin, dass die Qualitätsindikatoren für Untersucher erfasst werden sollten. Die Adenom-Detektionsrate des jeweiligen Untersuchers gerade bei der Vorsorgekoloskopie sollte bekannt sein“ kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Quelle: van Roermund NS, Coupé VMH, Spaander MCV et al. Rethinking Post-colonoscopy Colorectal Cancer Risk: Endoscopist Performance versus Presence of High-risk Polyps. Clin Gastroenterol Hepatol 2025; 23: 1846-1853