
Am 14. Juli veröffentlichte das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) ausgewählte Abrechnungszahlen für 2025. Während die Fallzahlen der Gastroenterologen um 2,5% im Vergleich zu 2024 zugenommen haben, nahm die Zahl der erbrachten Vorsorgekoloskopien um 57.500 (9,0%) zu. Regionale Selektivverträge (z.B. AOK Baden-Württemberg) sind in dieser Zusammenstellung noch nicht enthalten. Diese Steigerung macht die Leistungsfähigkeit der ambulanten Endoskopiker deutlich, zugleich reflektiert der Anstieg auch die Bedeutung des Einladungsverfahrens der Krankenkassen für die Darmkrebsvorsorge und die Absenkung des Alters für die Teilnahme an der Vorsorge für Frauen auf 50 Jahre (ab 1.4.25). Im Vergleich zu 2019, dem Jahr der Einführung des Einladungsverfahrens, ist die Teilnahme an der Vorsorgekoloskopie um 162.679 (+30,5%) Versicherte gestiegen. „In diesem Zusammenhang kann es der kritische gesundheitspolitische Beobachter nur als Absurdität betrachten, dass die präventive Erfolgsgeschichte der Darmkrebsvorsorge durch die aktuelle Gesundheitsgesetzgebung ab 2027 durch eine Budgetierung (=Begrenzung) gestoppt werden soll“, kommentiert Dr. med. Dipl. rer. soc. Dietrich Hüppe, Vorstand Stiftung LebensBlicke und Co-Sprecher Fachgruppe Kolorektales Karzinom des bng.



