
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom DKFZ Heidelberg. Unter der Vorstellung, dass die Menschen zu 100 % die angebotenen Darmkrebs-Vorsorgemaßnahmen annehmen, haben sie drei Screeningmodelle analysiert: 1. einen immunologischen Stuhltest alle zwei Jahre zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr, 2. eine Koloskopie zum 50. und eine zum 60. Lebensjahr und 3. die Kombination: Koloskopie mit 50. und 60. Jahren und immunologischer Stuhltest alle zwei Jahre ab dem 70. Lebensjahr. Die Modellanalyse zeigt, dass die Kombinationsmethode aus Stuhltest und Koloskopie die Darmkrebsneufälle um 81 % und die Darmkrebstodesfälle um 89 % reduzieren könnte. Diese Daten sind besser als bei dem reinen Stuhltest. Hier liegt die Zahl der reduzierten Erkrankungsfälle bei 69 % und bei der Vorsorgekoloskopie bei 77 %. „Diese Modellanalyse zeigt, dass die Strategien sehr wirksam und effektiv sind und für die informierte Entscheidung enorm hilfreich. Die Kombination aus beiden scheint die allerbeste Form der Dickdarmkrebsvorsorge zu sein“, kommentiert Prof. Dr. Dieter Schilling vom Vorstand der Stiftung LebensBlicke. Sergeev D , Heisser T, Hoffmeister M, Brenner H Dtsch Arztebl Int 2026;123:40-5



