Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



online Meeting der RB und FK der Stiftung LebensBlicke

Die Stiftung LebensBlicke hat am 7. Oktober das Jahrestreffen der Regionalbeauftragten und Fortbildungskoordinatoren online organisiert. Das Meeting wurde moderiert vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. J. F. Riemann sowie von Frau Prof. Kerstin Schütte, Mitglied im Stiftungsrat. Dr. Dietrich Hüppe stellte noch einmal klar, dass die politisch angestrebte Budgetierung eine Katastrophe für die Prävention ist; er untermauerte das mit steigenden Zahlen für die Vorsorgekoloskopie, die dann nicht mehr steigerungsfähig sei, was dem Gedanken der Prävention zuwiderläuft. Frau Dr. Steenfatt, Prof. Jung und Prof. Herrmann stellten jeweils interessante Aktivitäten vor, die sie in ihrem Umfeld organisiert und damit der Darmkrebsprävention ganz wesentliche Unterstützung gegeben haben. Details dazu können über die Geschäftsstelle der Stiftung angefordert werden. Prof. Riemann nahm die Gelegenheit wahr, Dr. Hansjörg Meyer virtuell die Ehrenurkunde der Stiftung LebensBlicke für sein langjähriges und vielseitiges Engagement für die Stiftung zu überreichen. Diese Sitzung unterstreicht, wie informativ und anspruchsvoll die Stiftung in verschiedenen Regionen Deutschlands von ihren Unterstützern vertreten wird.

Dr. Hansjörg Meyer für langjähriges Engagement geehrt

Die Stiftung LebensBlicke hat Dr. Hansjörg Meyer (Uetersen) mit einer Ehrenurkunde für sein langjähriges und vielseitiges Engagement ausgezeichnet. Seit vielen Jahren unterstützt Dr. Meyer die Stiftung verlässlich und mit großem persönlichem Einsatz in verschiedenen Aufgabenbereichen. Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, würdigte den Einsatz von Dr. Meyer im Rahmen des jährlichen Online-Treffens der Regionalbeauftragten und Fortbildungskoordinatoren am 07.10.2026 persönlich: „Seine kontinuierlichen Beiträge und sein vielfältiges Wirken waren und sind eine wertvolle Hilfe. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es mit zu verdanken, dass durch Fundraising, Vertretung der Stiftung bei öffentlichen Veranstaltungen und durch viele wissenschaftliche Textbeiträge die Stiftungsarbeit über die Jahre ausgebaut und nachhaltig verbessert werden konnte“.

Helicobacter pylori und kolorektales Karzinom

Helicobacter pylori ist definitiv ein Karzinogen (Typ I) und für das Magenkarzinom verantwortlich. Die Rolle für andere Krebse ist offen. Eine internationale Studiengruppe hat anhand von systematischen Reviews und Metaanalysen die globale und regionale H. pylori Exposition und ihre epidemiologische Assoziation mit dem kolorektalen Karzinom geschätzt. Grundlage war das Global Cancer Observatory (GLOBOCAN). Sie fanden nicht ganz unerwartet heraus, dass bei aller unterschiedlicher regionaler Verbreitung H. pylori wahrscheinlich für geschätzte 22 % mit verantwortlich sein könnte. „Sollte sich dieser Zusammenhang bestätigen, wäre beim Darmkrebs-Screening eine H. pylori Testung empfehlenswert und bei Positivität eine Eradikation anzuraten“, resümiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Li Y, Cui C, Leung DSWK et al. Global and regional burden of colorectal cancer potentially related to Helicobacter pylori exposure: a risk attribution modelling study. eGastroenterology 2026;4:e100436. doi:10.1136/egastro-2026-100436).

Aktuelles Positionspapier des Bosch Health Campus

„Mehr gesunde Lebensjahre für alle! Vom Krankheits- zum Gesundheitssystem – diesen Aufruf des Bosch Health Campus kann die Stiftung LebensBlicke, die sich seit mehr als 25 Jahren der Darmkrebsprävention verschrieben hat, nur unterstützen“, so Professor Dr. Dieter Schilling, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke. Die wesentlichen fünf Thesen zur Umsetzung sind: 1. Gesundheitskompetenz stärken, 2. Gesundheitszugewinne über alle Lebens- und Krankheitsphasen erweitern, 3. Personalisierung, Digitalisiering und KI für wirksame Prävention nutzen, 4. Gesundheit vor Ort gestalten – in den Lebenswelten und in der Primärversorgung, 5. Finanzierung und Steuerung an den Gesundheitszugewinnen ausrichten und gesundheitliche Ungleichheiten abbauen. Das Positionspapier mit konkreten Reformvorschlägen findet sich unter Bosch Health Campus. 

KI bei Darmkrebsvorsorge: Sinnvoll?

Vorsorgeuntersuchungen sind der Standard bei der frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs. Es gibt aber Verbesserungsmöglichkeiten. Neben der etablierten Aufklärung durch Vorträge, Info-Material und ärztliche Beratung könnte die KI als ein neues Verfahren die Botschaft noch weiter streuen. Darauf verwies Prof. Alexander Hann vom Uniklinikum Würzburg beim DGIM-Kongress im April 2026. Er berichtetet, dass in einer aktuellen Studie (Oncology 2026;58: 250-257) das KI-Tool ChatGPT anhand von 15 Fragen getestet wurde, z.B. ab welchem Alter man sich untersuchen lassen sollte und welche potenziellen Risiken die Koloskopie birgt. Prof. Hann resümierte, dass „Die Antwortqualität sehr gut war“. In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass mit der KI die Menschen auch zur Teilnahme am fäkalen immunchemischen Test (FIT) animiert werden können. Weiterhin prüften Forscherinnen und Forscher aus Hongkong, wie man einen WhatsApp-Chatbot einsetzen kann. Ergebnis der Studie: Nach drei Monaten hatten sich die Screening Raten signifikant erhöht (32,8 Prozent versus 24,4 Prozent). Die Studien legen nahe, dass die KI ein zusätzlicher wichtiger Faktor bei der Aufklärung der Bevölkerung zum Thema Darmkrebsvorsorge ist. Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke | Quelle: ÄrzteZeitung: Dr. M. Sonnet 10.9.2026