Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Prof. Dr. Klaus Blettner neuer OB von Ludwigshafen

Professor Dr. Klaus Blettner ist gestern im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Ludwigshafen in einer Sondersitzung des Stadtrats in sein Amt als neuer Oberbürgermeister der Stadt eingeführt worden. Blettner wurde am 12. Oktober 2025 in einer Stichwahl mit deutlicher Mehrheit als Nachfolger von Jutta Steinruck gewählt, die nach 8 Jahren als OB nicht mehr antrat. Blettner ist Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und war bisher an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen tätig. Er gehörte zuvor auch dem Stadtrat an. Blettner gab in seiner Antrittsrede als Leitziele für seine bevorstehenden Amtsjahre Haltung und Richtung, Zutrauen in Transformation, Tempo, Transparenz und Teamgeist an. Die Stiftung Lebensblicke gratuliert Prof. Blettner sehr herzlich zu seiner Wahl und dankt ihm sehr, dass er die Zusammenarbeit auch mit der Stiftung Lebensblicke sehr gerne fortsetzen möchte. „Er wird sowohl an der Auftaktpressekonferenz der Stiftung zum Darmkrebsmonat März 2026 als auch am Präventionsnachmittag der Stiftung im Mai 2026 teilnehmen. Wir wünschen Prof. Blettner viel Erfolg, Glück, aber auch Entschlossenheit und stringentes Festhalten an seinen Zielen „so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Foto: Stadt Ludwigshafen

Neue Botschafterin 2026 der Stiftung LebensBlicke

Dr. Elisabeth „Lisa“ Federle, die bekannte Ärztin, Bestseller-Autorin und Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Tübingen, übernimmt für das Jahr 2026 das Amt als neue Botschafterin der Stiftung LebensBlicke. Federle setzt sich mit großem Engagement für die Gesundheitsvorsorge und das frühzeitige Erkennen von Krankheiten ein: „Botschafterin für die Stiftung LebensBlicke zu sein, ist für mich eine besondere Ehre und zugleich ein persönliches Anliegen. Als Ärztin weiß ich, wie entscheidend die Früherkennung von Darmkrebs für die Heilungschancen ist. Ich möchte die Menschen ermutigen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen, denn jeder rechtzeitig entdeckte Befund kann Leben retten. Wenn ich durch meine Rolle auch nur einen Mitmenschen mehr überzeuge, dann hat sich die Aufgabe schon gelohnt.“ Sie übernimmt das Amt von dem TV-Moderator und Sportjournalisten Michael Antwerpes. Die Stiftung LebensBlicke arbeitet mit zahlreichen prominenten Unterstützern sowie bundesweit mit über 200 Regionalbeauftragten zusammen, um die Bevölkerung für die lebensrettende Vorsorge zu sensibilisieren. Foto: ©Ulrich Metz

Metabolom-Muster und ultra-verarbeitete Lebensmittel

In einer aktuellen Gut-Arbeit (online-first) untersuchte ein Forschungsteam von der Harvard Medical School in Boston, ob sich ein typisches Blut-Metabolom-Muster für den Verzehr von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln (UPF) ableiten lässt – und ob dieses Muster mit dem Risiko für Darmkrebs zusammenhängt (1). Dazu wurden Ernährungsdaten (Food-Frequency-Questionnaires) und eine umfangreiche Metabolomik aus Blutproben in zwei großen US-Kohorten (Nurses’ Health Study und Health Professionals Follow-up Study) kombiniert. Aus 222 Metaboliten wurde ein UPF-assoziiertes Muster aus 50 Metaboliten (v. a. Lipide und Aminosäuren) entwickelt und validiert. Im anschließenden prospektiven Fall-Kontroll-Vergleich (686 Darmkrebsfälle mit passenden Kontrollen) war ein hoher UPF-Metabolom-Score mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden: Personen im höchsten Quintil hatten gegenüber dem niedrigsten Quintil eine Odds Ratio von 1,71. „Die Studie liefert damit biologische Hinweise darauf, über welche Stoffwechselwege ultra-verarbeitete Ernährung zur Darmkrebsentstehung beitragen könnte. Für die Prävention unterstreicht sie die Bedeutung, ultra-verarbeitete Produkte zu reduzieren und stattdessen stärker auf frische, wenig verarbeitete Lebensmittel zu setzen“, kommentiert Dr. Lukas Welsch vom Vorstand der Stiftung Lebensblicke.
1. Du M, Wang X, Hang D et al. Metabolomic pattern of ultra processed food intake and its association with colorectal cancer risk. Gut Published Online First: 24 December 2025. doi: 10.1136/gutjnl-2025-335618.

Resektion mit kalter Schlinge – nicht immer die bessere Wahl

Die Resektion mit der kalten Schlinge (Cold Snare) hat sich in den vergangenen Jahren als sichere und effektive Methode für kleinere kolorektale Läsionen bis 10 mm sowie für serratierte Adenome etabliert. Besonders geschätzt wird sie aufgrund der deutlich geringeren Blutungsrate im Vergleich zur Heißschlingenresektion. Eine aktuelle randomisierte, multizentrische (Pohl H, Rex DK, Barber J et al. Gut 2025;74 https://doi.org/10.1136/gutjnl-2025-335075 ) zeigt jedoch, dass die Cold-Snare-Technik nicht uneingeschränkt auf größere Läsionen übertragbar ist. Bei Polypen mit einer Größe von ≥ 20 mm führte die kalte Schlinge nicht zu einer geringeren Komplikationsrate. Im Gegenteil: Die Rezidivrate lag nach Kaltresektion mit 27,6 % deutlich höher als nach Heißschlingenresektion (13,6 %). Für Priv. Doz. Dr. Axel Eickhoff, Generalsekretär der Stiftung LebensBlicke, sind die Studienergebnisse klar: „Für Läsionen über 20 mm bleibt die Heißschlingenresektion weiterhin der Standard, um eine möglichst vollständige und nachhaltige Entfernung zu gewährleisten.“

Gute Zahlen: Überlebenschancen beim Darmkrebs steigen

Das Robert Koch Institut (RKI), die biomedizinische Leitforschungseinrichtung der Bundesregierung, präsentiert gute Nachrichten: Die Überlebenschancen bei Krebs steigen. Ausgewertet wurden in der aktuellen Fassung die Krebsneuerkrankungen aus den Jahren 2021 bis 2023 (RKI – Krebs in Deutschland – 2021–2023). Im Jahre 2021 lag die Rate der Darmkrebsdiagnosen bei 56.600 und zwei Jahre später bei 55.300.  Diese Zahl ist kleiner als beim Prostatakrebs (79.000 Fälle), Brustkrebs (75.900 Fälle) und Lungenkrebs (58.300 Fälle). Dabei ging die Sterberate bei Patienten mit Darmkrebs von 23.016 im Jahre 2021 auf 22.670 im Jahre 2023 zurück. Diese erfreulichen Zahlen für die Darmkrebserkrankung haben mehrere Ursachen. Zum einen hat sicher die Herabsetzung des Alters bei der koloskopischen Vorsorgeuntersuchung bei Frauen von 55 auf 50 mit dazu beigetragen. Auch die größere Verfügbarkeit und Anwendung eines Stuhltests ist sicher ein Grund. Den größten Effekt muß man aber den vielfältigen Aufklärungskampagnen gegen das „Schmuddel-Image“ der koloskopischen Untersuchung beimessen. Hier hat die Stiftung Lebensblicke, unter ihrem Vorsitzenden Prof. J.F. Riemann, einen wesentlichen und unschätzbaren Beitrag geleistet. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke, Quelle: ZDF | 16.12.2025 | www.zdfheute.de/wissen/.